Marathon unter 3:20 laufen ;-)

Tja wer hätte das gedacht. Nach einer guten Triathlon-Saison mit einigen Bestzeiten in Hamburg (Olympische Triathlon-Distanz in unter 2:30h), Düsseldorf Triathlon und auch beim Heimspiel, dem Köln Triathlon (Olympische Triathlon-Distanz in unter 2:21h) konnte ich beim Kölner Marathon als Saisonabschluss auch nochmal mit 3:18h einen draufsetzen. Hätte ich selbst nicht gedacht und war deswegen auch mit dem Ziel unter 3:30h gestartet.
Marathon Vorbereitung
Die gute Vorbereitung für die Triathlons 2013 scheinen aber auch für den Marathon ganz gut sein. Vor allem merkt man es immens, ob man mit 88kg oder mit 83, 84 Kg startet – ein wahnsinniger Unterschied. Vorbereitet habe ich mich auf den Marathon eigentlich nur damit, dass ich im Septemberganz normal 2-3 mal die Woche meine 10km gelaufen bin – Zeit so um die 43min immer. Freitags abends habe ich dann als Wochenspitze einen Halbmarathon eingebaut. Hierbei hat mich schon überrascht, dass ich diesen jeweils immer unter 1:40h aus dem Stand nach der Arbeit laufen konnte.
Vor dem großen Wettkampf am Sonntag dann, habe ich eigentlich die ganze Woche nichts gemacht. Dienstag ein kleines, sehr langsames Läufchen….Samstag dann Triathlon-Messe und eine ordentliche Gemüsesuppe, um den Haushalt mit Elektrolythen ordentlichen voll zu machen. Weiss bis heute nicht, ob das richtig ist, aber es hat sich am Sonntag gut angefühlt. Früh aufgestanden, ordentlich gefrühstückt, eine Banane und eine Trinkflasche für die Anreise nach Köln-Deutz mit Frubiase Sport aufgefüllt. Das war´s.
Marathon in 3:20h

Marathon in 3:20 Stunden
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Um 11.30 Uhr ging es endlich los. Die ersten 5, 10, 15 Kilometer durch die Kölner Südstadt spulten sich ganz gut runter. Zeitlich meist schneller als 4:30min auf den Kilometer. Die Leute um mich, mit denen man so ins Gespräch warnten auch schon, dass ich für meine Zielzeit 3:25h zu schnell unterwegs sei. Nun gut, ich kann ja schlecht anhalten und das Motto „Was man vorn verliert, bekommt man hinten nicht wieder“ hab ich mir ja nicht umsonst ausgedacht. An jedem Verpflegungsstand trinke ich einfach nur einen Becher Wasser. Halbmarathon geschafft in 1:35h – sieht soweit ganz gut aus. Meine Mitläufer hören nicht auf mich zu warnen – aber das Angebot mit mir am Friesenplatz einen Kaffee trinken zu gehen, damit ich wieder in der Zeit liege, lehnen die Jungs dankend ab.
Bei KM 21 hab ich mir dann auch nochmal eine Flasche mit Frubiase Sport anreichen lassen und das erste Gel verputzt. Passt, alles fühlt sich soweit gut an. KM 25, 30 durch Ehrenfeld ebenfalls. Die Muskulatur wird ein bisschen härter vor allem im hinteren Oberschenkel-Bereich, aber was solls.Ab KM 30 gehts dann nach Nippes, wo man auch nicht mehr so viele Zuschauer am Start hat. Bei KM 35 kommt dann der große Fehler, eine Getränke-Station auf einer langen Geraden wieder in die Stadt rein. Ich verspüre ein Zwicken im Oberschenkel und denke mir, „halt mal kurz an und dehn kurz rein, trink ein Wässerchen, dann gehts weiter“. Gedacht getan…aber dann hatte meine Laufgruppe um den Tempo-Läufer mit der 3:15h auf dem Ballon gut 50 Meter gut gemacht. Nun konnte ich jede Minute sehen, wie der Abstand größer wurde. Meine Oberschenkel fingen an zu brennen und ich dachte mir nur noch – oh weia – noch 7km. Sobald man dann wieder auf den Kölner Ringen ist, gehts wieder, wegen der Zuschauer, aber ich ehrlich – ich hab mich ganz gut ins Ziel gequält und letztendlich mit einer 3:18:30 h gefinished.

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