urkunde

Sieg bei der #Trichallenge

Sechs Monate Training gipfelten am vergangenem Sonntag in meinem persönlichen Triathlonhöhepunkt: Der IM 70.3 Kraichgau.

Es hat sich gelohnt. In 5:06h konnte ich bei meinem Debüt finishen und die Challenge gewinnen, doch der Reihe nach:

Pre-Start

Am Samstag angekommen, Unterlagen abgeholt, hier und dorthin gefahren und die ganze Zeit in der Hitze gewesen. Am Abend war ich einfach nur noch platt und hab nicht einmal das Champions-League-Finale zu Ende geschaut. Nächstes Mal schaue ich vielleicht schon einen Tag früher vorbei.

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Am Wettkampfmorgen wollte ich dann eine Stunde vor dem Start in Ruhe mein Rad präparieren. Pustekuchen. Gerade angekommen, wurde ich schon wieder weg gescheucht, da die Wechselzone zu einer festen Zeit schließt. Am Ende sogar noch eine gelbe Karte bekommen… noch vor dem Start. 😉

Schwimmen

Nicht gerade meine Lieblingsdisziplin, aber mit einem kleinen mentalen Trick hat’s auch so funktioniert. Drei Tage vorher mit Neo bei besten Bedingungen im Freibad gewesen und gemerkt wie leicht es doch plötzlich geht.

Mit eigenartiger Schwimmtechnik (Kraularme/Brustbeine) konnte ich die 1,9km dann schließlich in 35 Minuten finishen – ohne richtig Gas gegeben zu haben.  Mal gucken was da noch geht… 😉

wasser
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Radfahren

Hier hatte ich am meisten Sorgen: Kann ich die Aeroposition 90km durchhalten? Klappt die Verpflegung am Rad? Kann ich die geplante Wattzahl wirklich durchtreten und wie machen sich die Berge bemerkbar?

Alle Bedenken haben sich in Luft aufgelöst und ich wurde mit einer der schönsten Radstrecken belohnt, die ich je gesehen habe.

Ich hatte mir vorher überlegt, zwischen 190W und 200W zu fahren, da das im Bereich 83% bis 87% meiner Funktionsschwellenleistung liegt. Am Ende hatte ich dann 197W NormalizedPower auf dem Tacho stehen bzw. einen Intensitätsfaktor von 85%.

Der Variabilitätsindex (wie stark ich von meiner Durchschnittsleistung abgewichen bin) lag bei 1,05 was ein sehr guter Wert ist.Im Vergleich: Am Rollentrainer zu Hause kann man 1,0 schaffen und beim Zeitfahren auf flacher Strecke liegt er zwischen 1,0 und 1,04.

Ich bin aber auch entsprechend angepasst gefahren. Bergauf maximal bis zur Funktionsschwellenleistung (230W) und bergab so viel reingetreten wie geht und häufig genau in den Zielbereich von 190-200W gekommen. Da haben sich die Abfahrten auf Mallorca gelohnt.

Von was ich hier eigentlich die ganze Zeit rede…? Schaut mal ins Buchs „Wattmessung“ von Allen/Coggan rein. 😉

Laufen

Vom Rad runter und blitzschnell in die Laufschuhe. Dann auf die volle Laufstrecke in Gluthitze. Die ersten drei Kilometer haben sich echt interessant angefühlt, obwohl ich viel gekoppelt hatte. Als ich gesehen habe, dass ich die Challenge gewinnen werde und die Sub5 nicht mehr möglich ist, bin ich locker in 1:34h ins Ziel.

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Challenge-Sieg, erste Mitteldistanz, Knochen gehalten, HAPPY!

Mein Training

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, mal auf mein Training zurück zu blicken. Nach der Übergangsphase im Oktober konnte ich schon ab November wieder trainieren und das tat ich auch. Im Schnitt 10 Stunden die Woche.

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Leider habe ich mich dabei im wahrsten Sinne des Wortes ziemlich verrannt. Ich bin 15x hintereinander 35km gelaufen und teilweise sogar 130km pro Woche. Bis zum April. Dann musste ich wegen des Ermüdungsbruchs auf Radfahren umsteigen….

Warum habe ich die Challenge gewonnen?

Wer weiß, ob ich ohne Ermüdungsbruch  beim Radfahren unter drei Stunden geblieben wäre?  Die Verletzung kam vielleicht genau im richtigen Moment.

Die Allin-Methode von Hendrik wird nicht auf bergigen Radstrecken funktionieren. Das wusste ich und habe mir die Kräfte eingeteilt. Das Wattsystem hat mir dabei und auch während des Trainings sehr geholfen.

Ich bin vergleichsweise stark im Schwellenbereich. Das merke ich auch im Marathon, wenn man über Stunden ein flottes Tempo knapp unterhalb der Schwelle aufrecht erhalten muss. Hier konnte ich vermutlich noch vom Lauftraining zehren und die bewusste fettreiche Ernährung nach Dr. Feil hat vermutlich noch ihr übriges getan.

Eins muss man natürlich auch sagen: Viel hilft viel. Umfänge sind im Ausdauersport nach wie vor Trainingsmittel Nummer 1, wobei 10 Wochenstunden natürlich noch im Rahmen liegen.

Zuletzt hat im Triathlon auch das Material einen ausschlaggebenden Punkt. Da ich den Sport ernsthaft ausführen wollte, habe ich mir ein Tribike gekauft. Ein Rennrad ist eben keine Triathlonmaschine.

It’s all one long season

Trotzdem Glückwunsch an Hendrik. Ein Fairer Verlierer, der abseits des Triathlons noch zahlreiche weitere Disziplinen erfolgreich unter einen Hut bekommt.

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Das Gute ist ja auch: Es geht immer weiter. Nachdem wir uns beide etwas sortiert haben, werden bald schon die nächsten Pläne geschmiedet. Seid gespannt! 😉

2 Gedanken zu „Sieg bei der #Trichallenge“

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