Warum Triathleten die besseren Growth Hacker sind…

Um die Frage „Sind Triathleten die besten Growth Hacker?“ zu beantworten, muss ich wahrscheinlich erstmal die Frage „Was ist eigentlich ein Growth Hacker?“ beantworten. In kurz ;-), Growth Hacking per se ist nichts Neues, aber eben ein neues Zusammenwürfeln verschiedener Marketing-Disziplinen mit denen digitale Unternehmen mit Hilfe ständiger Daten- und Performanceauswertungen Ihre möglichst automatische & kreative Zielgruppen-Ansprache stetig weiter optimiert und somit das Wachstum des Unternehmens steigert. Wikipedia definiert das in etwa so…

Growth Hacking ist eine Marketing-Technik, die von Startups entwickelt wurde, um mit Kreativität, analytischem Denken und dem Einsatz von Social Media den Absatz zu fördern und Bekanntheit zu erlangen….

Growth hacking wird vor allem deshalb von Startups angewandt, da es einen Start mit begrenzten Mitteln ermöglicht, der in erster Linie auf Wachstum ausgerichtet ist….

In 2012, Aaron Ginn defined a growth hacker on TechCrunch as a „mindset of data, creativity, and curiosity.“

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, was dieser ganze Kram mit Triathlon zu tun hat? Ganz einfach – der „normale“ Triathlet, falls es ihn wirklich geben sollte, macht doch eigentlich nix anderes als „Personal Growth Hacking“…

Was zeichnet einen Triathleten aus?

  • Er ist ein Allrounder, der mindestens 3 Sportarten gut beherrscht.
  • Er ist äußerst kreativ, zum Beispiel in der Planung seiner Trainingseinheiten neben Arbeit und Familie.
  • Er macht sich tagtäglich Gedanken wie er seine Leistung verbessern kann. Und das mit dem Blick fürs Ganze, aber auch für jede Einzeldisziplin, Vorbereitung, Material, Ernährung usw.
  • Er fokussiert sich im Training als erstes auf die Dinge, bei denen er am meisten rausholen kann. (Deswegen kommt das ungeliebte Schwimmtraining bei den meisten Triathleten immer zu kurz…)
  • Er wird auch nicht müde auch in Material zu investieren, wenn es der Performance hilft – Stichwort:Materialschlacht.
  • Er analysiert seine Trainings- und Wettkampfdaten bis auf die letzte Sekunde, um sich immer weiter zu verbessern. Dafür setzt er auch gern allerhand technische Hilfsmittel ein.
  • Er ist meist ein komischer Typ – Nerd.
  • Er ist sehr kommunikativ und liebt es untereinander Erfahrungen auszutauschen.
  • Er liebt es Grenzen auszutesten. Sei es beim Windschattenfahren oder die eigene persönliche Leistungsgrenze zu erkunden.
  • Er strebt immer nach dem höchstem Ziel, dem Ironman auf Hawaii und gibt sich selten vorher mit weniger zufrieden.
  • Er ist ständiger Motivator  – wenigstens für sich selbst.
  • Er erzählt über „fast“ nichts lieber, als die Erfahrungen und Schmerzen des letzten Triathlon-Wettkampfes.
  • Er ist aktiv im Social Web, so dass seine Trainingsdaten für jeden einsehbar sind.
  • Er ist immer mit großer Leidenschaft am Start – im Training und erst recht im Wettkampf.
  • Und zu guter letzt, weiß er schon 2 Minuten nach dem Finish, wo und wann er als nächstes starten wird.  Er bekommt halt nie genug.

Triathlet vs. Growth Hacker

Aus meiner Sicht liest sich das verdammt ähnlich zum Skillset eines typischen Growth-Hackers (falls es diesen gibt). Fast erschreckend – wie ich finde.  Als Triathlet und Growth Hacker in Personalunion lässt sich das natürlich auch einfach sagen….“Dass Triathleten die besten Growth Hacker sind…“, aber man kann das Ganze natürlich auch einfach rumdrehen, oder? „Growth Hacker sind die besten Triathleten“ 😉 oder vielleicht doch nicht?

PS. Das wiederum erinnert mich an den Satz von Dietmar Hopp, den ich mal in einem Interview vor vielen Jahren gehört habe, der sinngemäß lautete „Ich habe den Fussball-Club Hoffenheim supported, weil ich wusste, dass die besten Manager-Skills im Mannschaftssport trainiert werden. Arm-reich, dick-dünn, schwarz-weiß, schlau-dumm, links-rechts, alt-jung, siegen-verlieren, deutsch-türkisch-russisch-polnisch… – alles scheiss egal, denn am Ende zählt nur das Ergebnis.“

 

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